Arbeitsstand — wichtig. Die Angaben zur ärztlichen Leitung beruhen auf öffentlich zugänglichen Quellen und sind ein Entwurf. Vor jeder Veröffentlichung ist die persönliche Freigabe der genannten Ärztin oder des genannten Arztes erforderlich.

Medizinische Leitung

Ein Arzt entscheidet. Kein Algorithmus.

Jede Indikation, jeder Befund und jeder Behandlungspfad wird von einem Facharzt verantwortet. Die digitale Anwendung dokumentiert und erinnert — sie bewertet nicht und stellt keine Diagnose.

Physiotherapeutische Behandlung am Rücken

Fachliche Grundlage

Orthopädie, Unfallchirurgie, Sportmedizin

Die medizinische Leitung liegt bei einem niedergelassenen Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie mit sportmedizinischer Ausrichtung aus dem Raum Stuttgart.

Relevante Qualifikationen für dieses Programm: Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, spezielle Unfallchirurgie, manuelle Medizin und Sportmedizin. Erfahrung in der Betreuung von Sportlerinnen und Sportlern bis zum Profibereich, ergänzt um die tägliche Versorgung von Patientinnen und Patienten mit degenerativen Beschwerden und Arbeitsunfällen.

Diese Kombination ist für ein betriebliches Programm ungewöhnlich und der eigentliche Grund für seinen Zuschnitt: Die Beurteilung von Belastbarkeit — was jemand konkret leisten kann und ab wann es schadet — ist sportmedizinisches Kerngeschäft. Übertragen auf einen Arbeitsplatz statt auf einen Wettkampf ist es genau die Frage, die im betrieblichen Eingliederungsmanagement gestellt werden müsste und meistens nicht gestellt wird.

Wer was macht

Facharzt

Indikationsstellung, klinische Untersuchung, Befundbewertung, Behandlungspfad, Wiedervorstellung. Persönlich, nicht delegierbar.

Physiotherapeutische Fachkraft

Umsetzung des ärztlich festgelegten Plans nach standardisiertem Protokoll, Verlaufsdokumentation.

Sport- und Bewegungswissenschaft

Funktions- und Leistungsdiagnostik, Trainingssteuerung, Durchführung der Checks im Betrieb.

Koordination

Terminlogistik, Kommunikation mit dem Betrieb, Berichtswesen — ohne Zugriff auf medizinische Inhalte.

Interessenkonflikte

Wie ärztliche Unabhängigkeit abgesichert ist.

Ein Arzt, der Diagnostik empfiehlt, die sein eigenes Unternehmen verkauft, hat ein Problem. Wir lösen es nicht mit einer Absichtserklärung, sondern mit der Struktur.

Getrennte Leistungen

Ärztliche Leistungen werden vom Arzt persönlich nach der Gebührenordnung für Ärzte abgerechnet. Die Gesellschaft erbringt Organisation, Koordination und Technik — und wird nur dafür vergütet.

Keine Zuweisungsvergütung

Für die Überweisung an Partnerpraxen, Labore oder Radiologien fließt weder Geld noch ein anderer Vorteil. Das verbietet das ärztliche Berufsrecht — und wir richten die Vergütungsstruktur von vornherein danach aus.

Kein Produktverkauf

Wir verkaufen keine Nahrungsergänzungsmittel, keine Geräte und keine Zusatzdiagnostik an Teilnehmende. Damit entfällt der häufigste Interessenkonflikt in Präventionsangeboten.

Offen gesagt: Die gesellschaftsrechtliche und berufsrechtliche Ausgestaltung ist vor Gründung durch einen Fachanwalt für Medizinrecht und in Abstimmung mit der zuständigen Landesärztekammer zu bestätigen. Wir stellen das hier dar, weil es zu den ersten Fragen gehört, die ein Betriebsarzt oder ein kritischer Betriebsrat stellt.

Haltung

Wovon wir abraten.

Ein ärztliches Angebot erkennt man weniger daran, was es anbietet, als daran, was es ablehnt.

  • Ganzkörper-MRT ohne Beschwerden und ohne Risikoprofil.Radiologische Fachgesellschaften raten davon ab. Der häufigste Effekt sind Zufallsbefunde, die Angst und Folgediagnostik erzeugen, ohne dass jemand länger oder besser lebt.
  • Genetische Untersuchungen im betrieblichen Kontext.Im Beschäftigungsverhältnis rechtlich unzulässig — und selbst wenn sie es nicht wären, medizinisch ohne Konsequenz für dieses Programm.
  • „Biologisches Alter“ als Kennzahl.Eine eingängige Zahl, deren Messwiederholbarkeit dokumentiert schwach ist und aus der sich für den Einzelnen keine Handlung ableiten lässt.
  • Infusionen, Kältekammern und Sauerstofftherapie als Präventionsleistung.Für die Zielsetzung dieses Programms gibt es dafür keine belastbare Grundlage.

Sprechen Sie mit dem Arzt, nicht mit dem Vertrieb.

Im Erstgespräch sitzt der medizinisch Verantwortliche mit am Tisch. Wenn Ihr Betriebsarzt teilnehmen möchte, ist uns das ausdrücklich recht — fachliche Prüfung ist keine Hürde, sondern der Punkt.