Arbeitsstand. „MOTIO“ ist ein Platzhaltername. Alle Preise sind Hypothesenkorridore für die Pilotphase.

Das Programm

Gestuft statt Gießkanne.

Ein Premiumprogramm für alle kann sich kein Mittelständler leisten — und es wäre medizinisch auch falsch. Der Einstieg ist deshalb breit und günstig, die Tiefe folgt der ärztlichen Indikation. So landet das Geld bei den 10 bis 20 Prozent der Belegschaft, bei denen es etwas bewirkt.

Beschäftigte an einer Werkzeugmaschine

Baustein 1 · Basis

Der Funktionscheck

Zwanzig Minuten pro Person, im Betrieb, ohne Umkleide und ohne Blutentnahme. Ziel ist nicht ein Befundordner, sondern eine Sortierung: Wer ist im Rahmen, wer braucht gezieltes Training, wer braucht einen Arzt.

Warum das der wichtigste Schritt ist. Der dokumentierte Hauptfehler betrieblicher Gesundheitsprogramme ist Selbstselektion: Es kommen die Sportlichen. Ein niedrigschwelliger Check im Betrieb, während der Arbeitszeit, erreicht auch die anderen — und genau darauf messen wir uns.

Was gemessen wird

  • Beweglichkeit — Wirbelsäule, Schulter, Hüfte
  • Rumpfkraft und Stabilität — standardisierte Haltetests
  • Handkraft — etablierter Funktionsmarker, Dynamometer
  • Belastungsverhalten — Hebe- und Bewegungsmuster
  • Strukturierte Selbstauskunft — Beschwerden, Verlauf, Arbeitsplatz

Alle Verfahren sind wiederholbar und werden bei jeder Folgemessung identisch angewendet — sonst wäre ein Verlauf nicht aussagefähig.

Physiotherapeutische Behandlung am Rücken

Der Ablauf im Einzelfall

  1. Fachärztliche Sprechstunde in der Praxis, 30 Minuten, mit klinischer Untersuchung
  2. Weiterführende Diagnostik nur bei Indikation — nicht als Standardpaket
  3. Individueller Plan, abgestimmt auf die konkrete Tätigkeit
  4. Begleitete Umsetzung über zwölf Wochen, physiotherapeutisch geführt
  5. Wiedervorstellung mit identischer Messung

Baustein 2 · Intensiv — der Kern

Wo tatsächlich behandelt wird

Für Beschäftigte mit relevanten Beschwerden und für BEM-Fälle mit muskuloskelettaler Ursache. Hier passiert das, was Beratungsangebote und Apps nicht leisten: Ein Facharzt stellt die Indikation, eine Fachkraft führt die Umsetzung.

Das ist kein Marketingdetail. Die einzige unabhängige Bewertung digitaler Corporate-Health-Angebote, die überhaupt zu einem positiven Urteil kam, betraf fachkraftgeführte muskuloskelettale Versorgung — und ausdrücklich nicht die rein app-basierten Varianten derselben Anbieter.

Woher wir das wissen

Pflichtprozess mit Substanz

BEM, das mehr ist als ein Formular.

Ab sechs Wochen Arbeitsunfähigkeit in zwölf Monaten müssen Sie ein betriebliches Eingliederungsmanagement anbieten — § 167 Abs. 2 SGB IX. Das Gesetz schreibt den Prozess vor, nicht die medizinische Substanz. Genau die fehlt in der Praxis meistens.

Wir liefern sie: fachärztliche Begutachtung, Belastbarkeitsprofil, Abgleich mit dem tatsächlichen Arbeitsplatz, gestufter Wiedereingliederungsplan und Verlaufskontrollen in Woche 4, 12 und 26.

Was Ihr BEM-Beauftragter bekommt: ausschließlich arbeitsplatzbezogene Aussagen zur Belastbarkeit — „kann bis 15 kg heben“, „keine Überkopfarbeit für acht Wochen“. Niemals eine Diagnose.

Heute typisch

Einladungsschreiben, Gespräch mit HR, Aktennotiz. Keine medizinische Beurteilung der Belastbarkeit. Der Beschäftigte kommt zurück auf denselben Arbeitsplatz, unter denselben Bedingungen.

Mit MOTIO

Fachärztliche Einschätzung, was die Person konkret leisten kann und was nicht — übersetzt in Anforderungen des realen Arbeitsplatzes, mit einem Plan zur schrittweisen Steigerung und einer Messung, ob es hält.

Baustein 3 · Executive

Für die, deren Ausfall am teuersten ist.

Klassische Manager-Check-ups sind internistisch geprägt — Labor, Herz, Bildgebung. Der Bewegungsapparat kommt darin kaum vor, obwohl er die häufigste Ursache für längere Ausfälle ist.

Unser Check dreht das um: sportmedizinisch-orthopädische Funktions- und Leistungsdiagnostik mit einem konkreten, umsetzbaren Plan — plus internistisches Basislabor mit ärztlicher Befundung. Ein halber Tag, kein Befundordner.

Was wir bewusst nicht anbieten: Ganzkörper-MRT ohne Indikation, genetische Tests, Bestimmung eines „biologischen Alters“. Für alle drei fehlt der Nutzennachweis bei Beschwerdefreien — beim Ganzkörper-Screening raten radiologische Fachgesellschaften ausdrücklich ab.

Ein halber Tag

  • 08:00 — Anamnese und klinische Untersuchung
  • 08:45 — Funktionsdiagnostik Bewegungsapparat
  • 09:30 — Leistungsdiagnostik, Ergometrie
  • 10:15 — Basislabor, Körperzusammensetzung
  • 11:00 — Ärztliches Auswertungsgespräch, 45 Minuten
  • 12:00 — Schriftlicher Plan, direkt umsetzbar

Wiedermessung nach zwölf Monaten mit identischem Protokoll — damit ein Verlauf entsteht statt einer Momentaufnahme.

Zwei Beschäftigte an der Steuerung einer CNC-Maschine

Worum es geht

Ein Facharbeiter, der wieder heben kann, ist keine Wellness-Maßnahme.

Es ist der Unterschied zwischen einer Fachkraft, die bleibt, und einer Stelle, die Sie neu besetzen müssen.

Finanzierung

Zwei Töpfe, zwei Wege.

Das Produkt ist bewusst zweigeteilt — weil die steuerliche Behandlung von Präventionskursen und ärztlichen Leistungen unterschiedlich ist.

Interventionsanteil

Zertifizierte Bewegungs- und Präventionskurse. Über § 3 Nr. 34 EStG bis 600 € je Beschäftigten und Jahr steuer- und sozialabgabenfrei, sofern die Anforderungen der §§ 20, 20b SGB V erfüllt sind und die Leistung zusätzlich zum Lohn gewährt wird.

Ärztlicher Anteil

Individualmedizinische Leistungen. Wege: betriebliche Krankenversicherung als Sachbezug (bis 50 €/Monat), BEM-Budget, oder — bei Schlüsselpersonen — Einordnung als überwiegend eigenbetriebliches Interesse.

Wir behaupten das nicht einfach. Welcher Bestandteil bei Ihnen über welchen Weg finanzierbar ist, klären wir vor Angebotslegung schriftlich mit Ihrer Steuerberatung. Ob ein ärztlicher Check-up unter § 3 Nr. 34 EStG fällt, ist eine offene Frage — wir gehen davon aus, dass er es nicht tut, und kalkulieren entsprechend.

Sechs Monate, eine Abteilung, ein Ergebnis.

Der Einstieg ist immer ein begrenzter Pilot — nicht weil wir vorsichtig sind, sondern weil Sie danach Zahlen haben statt Versprechen.